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Sauna selber bauen: die Anleitung

Eine eigene Sauna zu bauen ist ein realistisches Projekt: Das meiste ist Zimmermannsarbeit. Die Reihenfolge der Schichten ist entscheidend, der Ofen bestimmt die Elektrik, und einige Arbeiten gehören in Profihände. Hier ist der Ablauf mit den Zahlen, die bei jedem Schritt zählen.

Aktualisiert 18.10.2026

1. Raum planen

  • Größe: etwa 60 cm Bank pro Person; Innenhöhe 2,0–2,2 m. Der Sauna-Größenrechner macht aus Personen Maße.
  • Bänke: die obere Bank etwa 1,0–1,2 m unter der Decke, damit die Köpfe in der Hitze sitzen (Bankhöhe).
  • Ofen: dimensioniert nach dem effektiven Volumen (Ofen-Größenrechner). Der Ofen bestimmt die Stromversorgung, also wähle ihn, bevor etwas gebaut wird.
  • In 3D ausprobieren: das 3D-Studio prüft Bankabstände, Ofenabstände und Tür und liefert eine Materialliste.
  • Materialien zählen: der Baukostenrechner listet Holz, Dämmung, Folie, Verkleidung und Bankbretter für deine Größe auf und addiert die Preise deines Händlers.

2. Boden und Untergrund

Innen ist ein gefliester oder anderweitig wasserdichter Boden mit Ablauf am einfachsten; herausnehmbare Holzroste kommen darauf. Draußen beginnst du mit einem Fundament, das das Holz vom Boden fernhält (siehe Außensauna).

3. Wände und Decke rahmen

Ein Holzrahmen (oft 45 × 70 oder 45 × 95 mm Ständer) mit der Decke in der geplanten Höhe. Füge solide Verstärkungen dort ein, wo Ofen, Bänke, Rückenlehnen und Leuchten befestigt werden.

4. Elektro-Rohinstallation (Elektriker)

Die Zuleitung des Ofens, das Steuergerät und das Licht werden von einem zugelassenen Elektriker gemäß dem Ofenhandbuch installiert: hitzebeständiges Kabel im Innenraum, der Sensor in der angegebenen Höhe und der Stromkreis passend zum Ofen. Plane dies, bevor die Wände geschlossen werden.

5. Dämmung

Mineralwolle zwischen den Ständern (oft 50–100 mm in den Wänden und mehr in der Decke, wo sich die Hitze sammelt). Sie muss Saunatemperaturen aushalten; Schaumstoffplatten für Häuser sind meist ungeeignet.

6. Dampfsperre

Aluminiumfolie auf der warmen Seite der Dämmung, glänzende Seite zum Raum, Stöße überlappt und mit Aluminiumband verklebt, und so wenige Löcher wie möglich. Sie hält Dampf aus der Dämmung. Details in Sauna-Dampfsperre.

7. Konterlattung und Verkleidung

Konterlatten von etwa 20–25 mm über der Folie lassen einen Luftspalt hinter der Verkleidung; dann 12–15 mm Nut-und-Feder-Bretter (Fichte, Espe, Erle, Thermoholz oder Zeder). Lasse unten einen kleinen Spalt zum Boden. Siehe Saunaholz.

8. Belüftung

Frischluft unten nahe dem Ofen, Abluft auf der gegenüberliegenden Seite, etwa sechs Luftwechsel pro Stunde bei einem Elektroofen. Siehe Sauna-Belüftung.

9. Bänke

Unbehandeltes Weichholz oder ein Holz mit geringer Wärmeleitfähigkeit wie Espe oder Abachi, mit verdeckten Schrauben und Abständen zwischen den Latten. Obere Bank etwa 55–65 cm tief.

10. Ofen, Steine, Tür und Licht

  • Ofen: mit den Sicherheitsabständen aus dem Handbuch befestigt, mit einem Schutzgitter, wo man ihn berühren könnte.
  • Steine: gespült und locker gestapelt, bis zur Herstellerangabe gefüllt (Saunasteine).
  • Tür: öffnet nach außen, ohne Schloss (Saunatüren).
  • Licht: hitzebeständig und niedrig an der Wand oder unter den Bänken (Sauna-Beleuchtung).

11. Erstes Aufheizen

Die ersten Aufheizvorgänge riechen meist nach der Schutzschicht des Ofens und dem neuen Holz: Heize den leeren Raum vor der ersten Sitzung mit guter Belüftung auf.

Kosten

Der Sauna-Kostenratgeber schlüsselt Bausätze, Öfen und Materialien auf; der Betriebskostenrechner liefert die Kosten pro Sitzung.

Fragen und Antworten

Kann ich eine Sauna selbst bauen?

Ja, das meiste ist Zimmermannsarbeit: Rahmen, Dämmung, Folie, Verkleidung und Bänke. Der elektrische Anschluss des Ofens gehört in die Hände eines zugelassenen Elektrikers, und der Schornstein eines Holzofens muss meist abgenommen werden.

Braucht eine Sauna eine Dampfsperre?

Eine gedämmte Sauna braucht sie: Aluminiumfolie auf der warmen Seite der Dämmung, Stöße verklebt, hält Dampf aus den Wänden. Massive Block- und Fasssaunen haben keine Dämmung und keine Folie.

Welches Holz sollte ich in einer Sauna verwenden?

Unbehandelte Weichhölzer wie Fichte oder Espe, Erle, Thermoholz und Zeder für die Verkleidung; für Bänke Hölzer, die sich angenehm anfühlen, wie Espe oder Abachi. Verwende niemals behandeltes oder lackiertes Holz im Innenraum. Siehe Saunaholz.